Bund ehrenamtlicher Richterinnen und Richter
Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen
Landesverband Baden-Württemberg e.V. (DVS-BW)

Der Gesetzgeber stellt einen hohen Anspruch an die Schöffinnen und Schöffen. Mit gleichem Stimmrecht wie die Berufsrichterinnen und Berufsrichter üben sie während der Hauptverhandlung das Richteramt aus. Auch die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter anderer Gerichtszweige wirken gleichberechtigt am Rechtsfindungsprozess mit. Mit dieser großen Verantwortung fühlen sich Schöffinnen und Schöffen in ihrem Amt häufig isoliert und alleingelassen.

Deshalb wurde 1989 der Bund ehrenamtlicher Richterinnen und Richter - Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen - gegründet. Parteipolitisch und weltanschaulich neutral und unabhängig, verfolgt der Verein den Zweck, die Laienbeteiligung an der Rechtsprechung zu fördern, die Laienrichter auf die Wahrnehmung ihres Amtes vorzubereiten und in der Ausübung zu unterstützen.

1998 schloss sich die organisatorische Lücke der Schöffenvereinigung in einem weiteren großen Flächenstaat – in  Baden Württemberg. Auslöser war ein von der Evangelischen Akademie in Bad Boll ausgerichtetes Schöffenseminar. Die Veranstaltung war ein Spiegelbild der bisherigen Entwicklung. 70 Teilnehmer waren erschienen – weit mehr als bezuschusste Plätze zur Verfügung standen. Die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter kamen dennoch zum Teil auf eigene Kosten. Weiteren 70 Interessenten musste abgesagt werden, weil die Kapazität der Akademie nicht ausgereicht hätte. Die Podiumsdiskussion zum Abschluss der Tagung verlief entsprechend bisheriger Erfahrungen. Auch hohe Vertreter der Justiz verweigern sich dem Gespräch nicht; sie reden auch über die Bedeutung des Amtes und finden viele freundliche Worte. Als es aber um eine echte Beteiligung der Schöffen an dem Verfahren ging, z.B. die Aushändigung des Anklagesatzes, die freie Frage der Schöffen ohne Filterung durch den Vorsitzenden, um den Ausbau der Fortbildungsmöglichkeiten, dann war die Begeisterung sehr viel zurückhaltender. Schnell kommen Einwände, dass Schöffen unbeeinflusst von Aktenkenntnissen seien, nicht zum Mini-Juristen gemacht werden sollen und zu genaue Kenntnis vor der Verhandlung sie möglicherweise befangen machen würde. Solche klammheimlichen Vorbehalte spüren Schöffen sehr schnell.
 
So kam es am 22. März 1998 spontan zu einer Verabredung, einen Landesverband der DVS in Baden-Württemberg zu gründen. Bereits am 18. April 1998 fand die Gründungsversammlung in Karlsruhe statt, die Karin Lindemann zur ersten Landesvorsitzenden wählte. Von 2000 bis Anfang 2011 war Karin Räffle die Vorsitzende des Verbandes. Seit Frühjahr 2011 wird die Schöffenvereinigung Baden-Württemberg e.V. von Robert Gunderlach als Landesvorsitzender geführt.

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