Resozialisierung von Straffälligen – Was wirkt?
„Nothing Works“ – so lautetete 1974 die Überschrift von Robert Martinson in Bezug auf die Resozialisierung von Straffälligen. Inzwischen gibt es viele Studien, die der Frage nachgehen „What Works?“. Dieser Frage wollen wir auch beim Fachtag nachgehen.
Dazu konnten wir als Referenten Prof. Dr. Macsenaere, den Geschäftsführenden Direktor des IKJ-Institut für Kinder- und Jugendhilfe und Jaap de Ward vom niederländischen Justizministerium, der eine Übersicht aus knapp 260 Meta-Studien zusammengestellt und zusammengefaßt hat, gewinnen. Daniel Wolter, Geschäftsführer des DBH, wird als Mitveranstalter die Tagung mit einem Einführungsvortrag zum Thema „Wissensbasierte und wirkungsorientierte Steuerung in der sozialen Strafrechtspflege“ eröffnen.
Neben den Stimmen aus der Wissenschaft kommen auch Betroffene und Praktiker zu Wort. Alumni vom Seehaus berichten, was für sie hilfreich – bzw. auch nicht hilfreich war. Bei der Podiumsdiskussion diskuteren Anstaltsleiterin Katja Fritsche, Staatsanwalt Bernd Klippstein*, Lars Kemmner*, Richter am Landgericht Stuttgart und Jugendgerichtshelfer Olaf Kalugin* was aus ihrer Sicht wichtig bei der Resozialisierung Straffälliger ist.
Bei dem Fachtag wird auch der Strafvollzug in freien Formen, Konzepte für den Umgang mit Straffälligen mit den Themenfeldern Positive Gruppenkultur, Opferempathieprogramme sowie begleitete gemeinnützige Arbeit und Gewaltprävention in Workshops vorgestellt. Im Workshop Protactics – Identitätsentwicklung, Soziale Kompetenz und Selbstverteidigung werden auch praktische Übungen durchgeführt.

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